Das Dekanatsstatut von 1682 für das nun "Ottobeuren" genannte Dekanat gliedert die Pfarreien in vier regionale Distrikte (Cap. VII):
| Distrikt Obergünzburg (Fürststift Kempten):
Dietmannsried mit Schrattenbach, Ebersbach, Obergünzburg mit Haldenwang, Hopferbach, Oberlauben, Probstried, Reicholzried, Untrasried. Distrikt Ottobeuren (Reichsstift Ottobeuren):
Distrikt Memmingen:
Distrikt Sontheim:
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Die historische Bibliothek
des Dekanates Ottobeuren
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In der Benediktinerabtei Ottobeuren schlummern bislang noch kaum beachtet die Schätze der Dekanatsbibliothek des Dekanates Ottobeuren. Aber nicht mehr lange. Die Bestände der Bibliothek sind in einem Katalog erfaßt, ihre Geschichte und ihr Schicksal liegen jedoch im Dunkeln. Der besondere Wert der Ottobeurer Dekanatsbibliothek zeigt sich vor allem darin, daß zahlreiche handcolorierte Inkunabeln, also vor dem Jahre 1500 gedruckte Bücher, sowie die wichtigsten theologischen Standardwerke und Compendien vom 16. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts vorhanden sind. |
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Weil der Weg in entfernte Bibliotheken das Studium vornehmlich theologischer Fachliteratur für die Pfarrer in früheren Zeiten unmöglich machte, wurde in den Dekanaten damit begonnen, die wichtigste Literatur, Standardwerke und Fachzeitschriften für alle Pfarrer zentral an einem Ort in einer Dekanatsbibliothek zugänglich zu machen. |
Viel läßt sich zur Geschichte der Dekanatsbibliothek Ottobeuren
derzeit noch nicht sagen. Sie muß noch erforscht werden. Aus den
handschriftlichen Besitzvermerken auf den Titelblättern vieler Bücher
zeigt sich jedoch, daß die Bestände der Dekanatsbibliothek zumeist
durch Nachlässe und Schenkungen verstorbener Pfarrer wuchsen. Im 20.
Jahrhundert wurden die Inkunabeln neu und einheitlich gebunden, die Bücher
wurden mit dem Dekanatssiegel gestempelt und katalogisiert. Vermutlich
hat sich Pfr. Martin Sontheimer (Lachen) darum gekümmert. In seinem
Standardwerk „Die Geistlichkeit des Kapitels Ottobeuren“ in sieben
Bänden (Memmingen 1912-1922) nennt sich Pfr. Sontheimer: Kapitelsbibliothekar.
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Auf Schildern gut sichtbar sind die Fachgebiete der Dekanatsbibliothek
genannt. Sie lauten:
Zeitschriften, Dogmatik, Apologetik, Synodologie, Patristik, Scripturik, Literatur, Encyclopädie, Geschichte, Jus, Aszetik, Liturgie, Pastoral, Moral, Kirchengeschichte, Kirchenrecht, Philologie, Philosophie, Katechismus, Miszellen, Incunabeln, Homiletik, Biographie, Medizin, Kunstgeschichte. |
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Im Rahmen der Zusammenlegung aller Dekanatsbibliotheken der Diözese Augsburg wurde die Ottobeurer Dekanatsbibliothek im Mai 2001 vom Diözesanarchivar Dr. Miedaner (+) nach Augsburg transferiert, gegen den Holzwurmbefall behandelt und im Bischöflichen Priesterseminar (Stauffenbergstr. 8, 86161 Augsburg) fachkundig aufgestellt. |